The Register hat einen Link zu einer Bekanntmachung nach US-Aktienrecht, in der Microsoft erstmals Umsätze und Gewinne nach Marktsegment aufschlüsselt (eine Folge der Bilanzierungsskandale in der jüngeren Vergangenheit). Wie zu erwarten zeigt sich, dass überall ausser bei Windows und Office riesige Verluste eingefahren, die jeden anderen zum sofortigen Aufgeben zwingen würden. Allerdings sind die Margen im Kerngeschäft so hoch, dass es sich Microsoft locker noch ein paar Jahre leisten kann, ein paar hundert Millionen Dollar für Business Software, Handheld-Betriebssysteme, Spielkonsolen und Medienengagements zu verbrennen. Schliesslich könnte das Windows/Office-Geschäft irgendwann einen Knacks kriegen, da möchte man schon mehr Standbeine sprich Quasimonopole haben. Wer hier nicht sieht, dass übermässige Kaptitalanhäufung Marktbedingungen effizient und langfristig ausser Kraft setzen kann, sollte sich einen einfachen Job mit lokalem Wirkungskreis suchen und versuchen, nicht allzu viel über Politik nachzudenken.
Speaking of Monopole: Auf einem anderen Gebiet muss ich heute morgen eingestehen, dass meine mehrjährige Suche nach einem Underdog-Superstar fehlgeleitet und die damit verbrachte Zeit vergeudet waren. Es gibt keinen besseren Kaffe als Illy. Beim Grappa zum Beispiel kann man der Meute der Nardini-Freunde ja entgegenhalten, dass Grappa eben kein Öl ist und deswegen auch nicht wie solches runtergehen soll, und ihnen zum Beispiel einen viel viel feineren Poli dagegenhalten. Aber beim Kaffee gebe ich mich geschlagen. Sissy rockt. Sowenig es mir gefällt.
Giulio Andreotti, siebenfacher italienischer Ministerpräsident, wurde wegen Mordes verurteilt. Er soll 1979 den Mord an einem Journalisten in Auftrag gegeben haben, der Recherchen zur Ermordung Aldo Moros (Andreottis Widersacher) anstellte. In der vorigen Instanz war Andreotti freigesprochen worden, obwohl die Aussagen von 5 mafiosen Kronzeugen gegen ihn vom Gericht als glaubwürdig eingestuft worden waren. Details.