|
Saturday, 15. June 2002
Jext ist ein in Java geschriebener Text-Editor und schaut sehr gut aus.
Gute und grossteils berechtigte Beschwerden Linux und über entwicklergesteuerte Software im allgemeinen. Und hier nochmal kottke über sein neues iBook. Bei mir laufen die Überlegungen sehr ähnlich, mein nächster Computer wird wahrscheinlich auch (wieder) ein iBook (bzw. ein eventueller iBooks-Nachfolger) werden. Ja, KDE ist nahe dran, aber die letzten 20% werden die schwersten. Vor allem bin ich mir nicht sicher, ob sie mit der derzeitigen Einstellung zu packen sind. Ich möchte Konsistenz und Einfachheit, nicht Vielfalt. (Alle Links via Matthew Thomas.)
Jemandem ein rotziges Email schicken und für diese Leistung dann 1.201,80 Euro zu verlangen, das fällt bei mir in die Kategorie grenzdebiles Verhalten. Für die Recherche kann's ja kaum sein, denn was die Suhrkamp-Anwälte mobilisiert ist ja, dass die betreffenden Weblogs über Google leicht zu finden sind. Dass sowas unter dem Begriff "Recht" läuft wäre eigentlich komisch, wenn die Angelegenheit nicht so ernst wäre. Falls jemand (was ich weder glaube noch hoffe) tatsächlich etwas zahlen muss hoffe ich, dass wir das alle erfahren - wenn viele Leute zusammenlegen wärs nicht so schlimm.
Zur Abwechslung mal eine wirklich ernste Geschichte: Tod eines Saunabibers - Die Akte Curty.
Und sonst? Ein ziemlich cooles Feature meiner Wohnung ist, dass ich die Schatten der Flugzeuge über die Stadt wandern sehe. Der heutige Tag ist zu schön, um ihn in einer staubigen Western-Disneyworld zu verbringen. Stattdessen lernen ich und meine Badehose irgendwo in Klosterneuburg die Vorteile biologischer Swimmingpools kennen. Update: Schwimmteiche rulen! Leider werden die Dinger unter dem unsäglichen Namen Swimming Teich vermarktet. Aber wirklich sehr angenehm.
Fortschreitende Verankerung. Schon blöd dass bei der Demokratie auch mal die Doofen oben sind. Solang's nur nicht immer so ist.
Bild gefällt
Ad rotziges Email - es ist eine Eigenart der Deutschen, das der Rechtsanwalt sofort beim zu Klagenden abzocken kann. In Österreich kann man das getrost ignorieren, hier würde das auch nie ein Anwalt machen. Bloss manche Deutsche glauben, das es auch hierzulande so ist.
Was das frechste meiner Meinung dabei jedoch ist, das die doch so seriösen Anwälte dabei immer die Leute dazu überreden wollen, Erklärungen mit Vertragspönalen abzugeben, für die es genau Null rechtliche Basis gibt.
Es geht hier vor allem um die Verhältnismässigkeit. Wir erwarten innerhalb der genannten Frist desweiteren Ihre Erklärung, daß Sie [...] die Kosten unserer Einschaltung in Höhe von 1.201.80 Euro übernehmen. 1.201,80 Euro für ein Email. Ich hätte das gern aufgeschlüsselt.
Das ist einfach: Die Höhe der Abmahngebühr bemisst sich meines Wissens aus dem Streitwert, der meistens von den Anwälten ausserordentlich grosszügig veranschlagt wird, da sich daraus auch ihre restlichen Gebühren ableiten. Die Abmahnerei läuft in Deutschland schon jahrelang. Der Gesetzgeber tut, wie immer, nichts.
Ich finde, der Verlag hat sich grob fahrlässig verhalten, wenn es stimmt, was auf Perlentaucher.de steht, und sie seinerzeit das Rezensionsexemplar als Word-Datei(!) und unverschlüsselt verschickt haben.
Log in to add your comment!
|