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 Tuesday, 8. January 2002 

Der anhaltende Ausfall von langreiter.com und rinner.st fäng an, sich auf mein Gemüt zu schlagen. Die kryptischen Angaben zum Stand der Genesung klingen auch nicht sehr aufheiternd. Kann man irgendwie helfen, den Server wieder auf die Haxen zu kriegen? Und: what happen?

Cam hat eine Plüschversion der schreienden Kartoffel gefunden, die ich letzten Sommer in Tokyo fotografiert habe. Kris weiss wieder mal mehr - wie immer im Blattinneren.

Praschl schenkt uns die ultimative Gegenüberstellung von Weblogs und Journalismus. Besonders gut gefällt mir der letzte Punkt, die branchenüblichen Deformationen: Bei Weblogs "immer dasselbe ich, immer dieselbe Macke, immer dieselben Witze, immer dieselbe Gardinenpredigt, immer dieselbe miese Formulierung", im Journalismus dafür "immer dasselbe Blatt, immer dieselbe Weltsicht, immer dieselbe Inkompetenz im Sportteil".

Die Frage, ob Weblogs Journalismus sind, finde ich an sich wenig interessant, weil die Beantwortung hauptsächlich davon abhängt, ob man Journalismus von innen (Berufspraxis, -tradition, -ethos) oder von aussen (gesellschaftliche Funktion und Wirkung) definiert. Die interessante Frage ist die: Wie werden Weblogs den Journalismus verändern?

Schnelle dreckige Antwort: Mehr Tiefe und gleichzeitig mehr Fläche. Formatsprengend.


 stefan , 8. January 2002 gegen 11:37 

also - der server auf dem u.a. langreiter.com und rinner.st gehostet wurden wurde gehackt (irgendwann zwischen weihnachten und neujahr) - das recht boes und gruendlich (die komplette harddisk war dahin) - der server lebt mittlerweile wieder - in wenigen minuten krieg i an ftp-zugang und vanilla laeuft auch schon - rinner.st muesst heut wieder online gehen (so nebenbei hat sich auch die ip geaendert - es kann also dauern bis das alle DNS server mitkriegen). chris is umgezogen auf seinen eigenen Server - wann er online geht weiss ich nicht - aber das wird auch nicht mehr lange dauern

 p3k , 8. January 2002 gegen 12:35 

dann ist es also wahr: privat-pcs im visier der hacker? (oder ist "privat pc" in diesem fall eher eine unangebrachte bezeichnung?)

 kris , 8. January 2002 gegen 13:09 

ich dachte, das sei ein eckiger kackhaufen.

 stefan , 8. January 2002 gegen 13:14 

nein - das war kein privatpc - das war der server einer tiroler web (und vieles mehr) firma (infowerk - http://www.infowerk.co.at)

 kris , 8. January 2002 gegen 13:28 

ach nee, die kackhaufen waren unchi kun. der bursche ist a strange creature born from an egg. One day he fell into Usajii's house,the old rabbit likes TV. After that he began to love watching TV. He is gentle and strong. When he is in a bad mood,he breaks wind.

 stefan , 8. January 2002 gegen 17:26 

rinner.st is seit wenigen minuten wieder online - wer immer no nix sieht schiebe die schuld auf verschlafene DNS server (leider gibts nicht mehr den luxus einer eigenen ip fuer rinner.st allein)

 roland , 9. January 2002 gegen 1:06 

weblog vs. journalismus. genau, uninteressante frage. ich glaube nicht mal das, was du sagst. allerhöchstens: zusatzquelle, etwas mehr weißes rauschen und - gehen wir mal von einflüssen z. b. auf telepolis aus (die, glaube ich, unleugbar vorhanden sind): mehr gerüchte und berichte über gerüchte. fertig.

 motz , 9. January 2002 gegen 1:31 

tja, für mich klingen die web versus journi diskussionen nach verherrlichung. wo bitte gibt es noch die lektoren, die korrekturfahnenüberprüfer und nochmaligen prüfer des geschriebenen??? klingt mir nach einem journalismus vor 100 jahren. nicht einmal im buchdruck leistet man sich das heute. es wäre an der zeit, manche weblogschreiber als journalisten zu klassieren. und dann?? viel spass am freien markt. aber respekt, respekt hat sich diese spezies genausowenig verdient wie programmierer, die mir sagen: das verstehst du nicht, das kannst du nicht.

 hns , 9. January 2002 gegen 11:24 

In den 70er und 80er Jahren haben sich Computer Professionals über PCs lustig gemacht. Das seinen überhaupt keine richtigen Computer, nur Spielereien und als solche nur zum Herumspielen geeignet. Grosser Irrtum: PCs waren nur billig genug, um auch als Spielzeug verwendet zu werden. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, sind sie auch gut für einen Haufen "ernsthafter" Aufgaben. Computer Professionals gibt's immer noch (ebenso wie Mainframes und grosse Unix-Server), aber kaum mehr solche, die sich über PCs lustig machen.

Ich glaube, dass sich in ein paar Jahren die Balance zwischen zentral gemanagetem Journalismus und verteiltem, autarken Bloggen dort einpendeln wird, wo sie hinwill. Wie beim PC als Reaktion aufs Wegfallen technologischer Barrieren.

Denkfehler, Weblogs mit Amateurstatus gleichzusetzen. Weblogs per se sind genausowenig unprofessionell wie PCs. Genauso Denkfehler natürlich, an eine irgendwie automatische Professionalisierung der Weblogszene zu glauben. Ein Weblog, das nicht von Anfang an nach rein professionellen Richtlinien aufgezogen worden ist (e.g. Slashdot, Tomalak) wird nie irgendeine Miete reinspielen.

PS: PC steht für Personal Computer. Shit, ein akuter Anfall von Winerism!

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