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Montag, 10. Dezember 2001
Blinkenlights. Ja. Auch. Will.
Gestern Die Klavierspielerin gesehen. Ein unangenehmer Film (ich dachte immer "jetzt geht gleich die Tür auf", oder "jetzt mach schon, Klemmer, so schlimm kann das bisschen SM nicht sein, und überhaupt, du willst es doch auch..."), aber interessant. Wenn das übrigens tatsächlich Luna Lausch ist, die da im Pornoladen die Verkäuferin spielt, dann bedeutet das, dass ich nur mehr vier drei Schauspielergrade von Gérard Depardieu und Marcello Mastroianni und fünf vier von der grossen Sophia Loren entfernt bin. Nämlich: Ich bin ungezählte Samstagabende mit Frau Lausch vor der Kamera gesessen, die hat die Szene mit Isabelle Huppert gedreht, und die Huppert wiederum hat Filme mit Depardieu und Mastroianni gemacht. Oder sollte ich sagen mit Gérard und Marcello? So nahe am Schauspieler-Olymp, daran muss ich mich erst gewöhnen.
Six Degrees of Separation: Eine Theorie, die besagt, dass jeder jeden über nicht mehr als sechs Ecken kennt. Gilt natürlich auch für Katzen. War auch mal Grundlage für eine dot-com-Idee, sogar eine der besseren.
Jetzt wird auch mein neues kicking habit (mittwoch abend auf der Schmelz) im Netz protokolliert, und zwar samt Finanzgebarung für die Hallenmiete. Ein Grund mehr immer brav zu zahlen.
If you are going to be my girlfriend please don't dump me after I like you.
Bilder vom verschneiten Boston und von verlassenen dot-com-Büros.
Die 18er Strassenbahn, über die ich vor ein paar Wochen hier geschimpft hab und mit der ich nicht fahren wollte, entpuppt sich als Goldgrube. Heute bin ich zweimal vom Westbahnhof zum Südtirolerplatz gefahren. Beim ersten mal habe ich zwei Drogendealer beobachtet, die als dicke schwedische Rucksacktouristin und als halbinvalide Frührentnerin getarnt waren. Konspirativ tuschelnd! Unter der Hand Gegenstände austauschend! Perfid! Bei der zweiten Fahrt habe ich ein Gespräch zwischen zwei jungen Mädchen hinter mir mitgehört. Sie unterhielten sich über die Weihnachtsgeschenke, die sie bekommen oder machen werden. Die eine hat dann mit Piepsstimme erzählt, dass sie von ihrem Freund ein Tattoo geschenkt kriegt, wie sie bei der Ausweiskontrolle durchkommen will (weil noch nicht 18), wo das Tattoo hinkommt (hinten aufs Steissbein) und dass es urschön wird. Goldig.
dann haett ich jetzt gerne ein hns interpretation des endes ;) (der klavierspielerin, die meinereiner ja mit chl in innsbruck gesehen hat ;)
Das Ende? Hab da eigentlich nicht viel zu interpretieren gefunden. Ich möchte jetzt nicht sagen, was passiert, um niemandem die Spannung zu rauben, aber die Handlungen sprechen doch eine ziemlich eindeutige Sprache, oder?
für die sechs-gradigen schauspieler-verbindungen besonders interessant dürfte die bacon zahl sein. jedenfalls ein großer spaß.
Ich Hirsch! Hab ja gewusst, dass es sowas gibt bei Schauspielern.
fuhh mir wird ganz schwindelig, ich anzweiterstelle...
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