More evidence that my mind is slowly fucking up: Tonight I dreamt that I was part of a murder complot. We were three people, and we conspired to kill the same person at the same time, but each in his own separate hotel room. What I find disturbing is not so much the murder itself, because it wasn't real - the person we were going to kill didn't even appear in the dream, and the whole thing revolved more around the peer pressure aspect of it - but the fact that our plan didn't seem illogical to me at the time. I attribute this to too much Hop work. (The Hop's data model would allow one person object to be contained in 3 hotelroom objects at the same time.)
Also, my partners in the conspiracy were Michi and Matthias Platzer who helped me fix some huge Hop bugs shortly before going to sleep yesterday. Yikes! Gotta stop this working late habit! And no more Tiefkühlpizza past midnight.
So the good news is that I'm taking some time off next week. On Monday (I think) I'll drive to Prague with Makotter and others, and from thursday on I'll spend a few days in Berlin with Tom and friends. I haven't been to Prague or Berlin before - can you believe this?
It's a nice pre-spring day today, I'm gonna take a walk to the station and catch some sun. And just in case you worry about me: don't! I'm having a great time, and it's the first time in my life that I'm dreaming stuff like that ;-)
"Hätte eine deutsche Regierung durch Errichtung eines Monstreateliers, durch Bezahlen einer Presse, die ihn als größten Maler aller Zeiten feierte, beizeiten seiner maßlosen Eitelkeit genügt, ich glaube, er wäre auf ein höchst ungefährliches Gleis rangiert worden und wäre nie auf den Gedanken gekommen, die Welt in Brand zu stecken." Ein gewisser Friedrich Percyval Reck-Malleczewen bei Praschl über seine Begegnung mit Hitler in der 20ern. Ein paar Jahre später hätte das wohl nicht mehr gereicht: "Ich war mit dem Wagen in die Stadt gekommen, und da die Straßen damals, im September 1932, schon recht unsicher waren, hatte ich eine schußbereite Pistole bei mir und hätte ihn damals in dem nahezu menschenleeren Lokal ohne weiteres abschießen können."
weiss nich, ob das hierher passt, aber gelegentlich muss dem drang danach, senf in der gegend zu verstreuen, einfach nachgegeben werden ... friedrick reck-malleczewen, ein "intelligenter und hochanständiger konservativer mit einem deutlichen hang zum reaktionären" (praschl) triffts nicht ganz. reck hat ordentlich hochgestapelt, viel gespielt (und unter anderem abenteuerromane eher, naja, nicht so "intelligenter und hochanständiger" qualität verfaßt). interessant ist sein "tagebuch eines verzweifelten" gerade wegen dieser zerrissenheit: milieubeschreibungen aus dem berlin der dreissiger, durchsetzt mit politisch-moralischen haltungsproklamationen, verfaßt von einem preussischen adeligen mit grossem dünkel und hohen ansprüchen an welt & selbst, denen nichts und niemand entsprechen und noch weniger gerecht werden kann. verdammt lesenswert, gerade weil man gar nicht erst in diese billige plakativ-affirmative moralpolitische zustimmungshaltung verfallen kann. senfende.