Mark Pilgrim mit einer längeren und Miguel de Icaza mit einer kürzeren Variation auf mein freitägliches Posting zur Movable-Type-Lizenz. Mein eigenes Schlüsselerlebnis in puncto proprietärer Software war, als mich die Softwarekeiler bis in meine Wohnung verfolgt haben, um mich von ihrem "freien" Produkt auf ihr "real thing" upzugraden.
Dave Winer kündigt an, dass der Frontier-Kernel demnächst open source wird. Nebenbei ein sehr lesenswertes Posting.
Das Preisschema für Movable Type 3.0. Die Fähigkeit von Risikokapital-gesteuerten Firmen sich selbst ins Knie zu schiessen überrascht mich immer wieder. (Oder ist das ein Fall von zuwenig Risikokapital? Egal. Jedenfalls dürfte der Finanzierungsbedarf eher mit den globalen Expansionsplänen von Six Apart zu tun haben als mit der Butter auf den Broten der Trott-Family, wie dieser Artikel zu suggerieren scheint.) Von der Benutzerseite gesehen unterstreicht das jedenfalls, wie proprietäre Komponenten im Softwarestack früher oder später fast immer dem Benutzer auf den Kopf fallen, und dass das Bestehen auf freie Lizenzen alles andere als Fanatismus ist. Helma/Antville/Gobble kommen übrigens mit genuinenoffenenLizenzen. Konvertiten, die eine PHP-MySQL-basierte Lösung suchen, sollten sich mal Drupal anschauen. Wordpress halte ich für overhypt, jedenfalls was Developer-Momentum und Architektur angeht.
Erich Möchel meinte gestern bei der Demo gegen Software-Patente, dass er es für durchaus sinnvoll halte zu versuchen, Minister Bartenstein bis zur Sitzung am 17. Mai von der Pro-Softwarepatente-Linie abzubringen, die ihm seine Beamten im Patentamt aufgelegt haben. Zumal es in seiner eigenen Partei in dieser Frage deutlich vernehmbare Stimmen der Vernunft gibt. Die Frage ist jetzt: was ist am wirksamsten? Eine Online-Petition? Emails? Viel Zeit bleibt nicht bis Montag.
Im übrigen war der Spaziergang in der warmen Abendsonne höchst wohltuend. Ich liebe es, von vor- und zurückzuselnden Motorradpolizisten die Strasse gesperrt zu bekommen.
Wahrscheinlich bin ich der letzte Mohikaner, der weder ein RSS-Feed hat, noch einen Feed-Aggregator benutzt. Zumindest bis vorhin. Jetzt habe ich nämlich einen Bloglines-Account, und das schaut sehr gut aus. Update: earl und Stefan haben auch keine Feeds, soweit ich feststellen kann.
Wenn das durchkommt, dann haben wir Feuer am Dach. Massive Aktionen sind gefragt.
Das grösste Problem von Gobble ist derzeit, dass der Code teilweise so ausschaut, dass es mich selbst schon graust. Und das ist nicht nur ein Problem für Gobble selbst, sondern auch für Helma. Gestern abend habe ich eine Idee gehabt, die beim Ordnung schaffen helfen könnte.