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Mozilla, baby!

antville.org
 Saturday, 24. November 2001 

alter fuchs

Heute abend ist Murmel neu.

"lieber norbert/schindlerovi du hast uns ein mail an die tutti clean adresse geschickt. leider sagt mir der postdämon, dass deine adresse ein permanenter, fataler irrtum ist [...] danke für den lorbeer." brosd koal, drei bis neun damen und herren aus oberöstereich wien hessen berlin, ausgegraben von hans_heinz. Check out "und i i muas me dumen", "heigeing", "eefn", sehr versteckt auf dieser Seite fast ganz unten.

und i i muas me dumen

jo es hobz leichd ren
es saz jo ned in oasch dahoam
es miasz eng ned koid brausn
bei eng is bachalwoam

es es saz friisch gwoschn
schdingz ned das god daboam
auf engan ofnbange
do is bachalwoam

auf eanan ofnbange
jo de de haumd leichd ren
kaffn se neiche bodschn
wauns d oidn nimma meng
de haum an feddn oasch und
ins haums iwaseng

und i i muas dumen
weu is so drawig hob
dmuadda brauchd a haum und
da vodda brauchdt sein schnobbs
des koide weda
des bringd mas nu ins grob

Höfliche Paparazzi, wiedergefunden via Wortwerkstatt. Zum Beispiel ABBA heftig streitend auf einer finnischen Fähre treffen, naja fast ABBA jedenfalls. Ich hab übrigens auch schon mal Franz Beckenbauer auf einem Flughafen getroffen, das war letzten Sommer auf dem Narita Airport in Tokyo. Er ist sogar mit dem gleichen Flugzeug geflogen, Lufthansa nach Frankfurt, nur musste er nicht warten sondern wurde gleich durchbegleitet (wahrscheinlich die Stufe zwischen first class und Staatsbesuch). Ich glaube er hat sich damals irgendein Spiel beim Confederations Cup angeschaut.

Es war ein beruhigendes Gefühl: Wenn das Flugzeug abstürzt, dann stirbt auch Franz Fussballgott Beckenbauer.

lnk + 6 cmt (kris, p3k, hns)
 Friday, 23. November 2001 

Resümee der ersten vier Wochen Soundpark. Soundpark ist wie der Rest der FM4-Site auf Hop gebaut. Wäre interessant von Stefan Pollach zu erfahren, wie lange er daran gearbeitet hat.

Gestern auf Salon.com Andrew Leonards How Big Blue fell for Linux
gelesen. Aufschlussreiche und gut recherchierte Geschichte.

Ich habe vorläufig genug von der Verehrung obskurer Xerox PARC-Götter und Göttinnen in meinem engeren Umfeld. Wie wäre es zur Abwechslung mit etwas, das dann auch tatsächlich funktioniert hat? Worse is better, remember? Ich würde euch ganz gern mal von Andrea Arcangeli reden hören. Andrea hat in einer Aktion, die an Dramatik und Bedeutung kaum zu überbieten ist, dem lebenden Linux-Kernel völlig neuen Virtual Memory-Code eingepflanzt. Die Ergebnisse sprechen für sich. Zu technisch? Oder noch nicht genug Zeit vergangen um das richtig gut verklären zu können?

mille grazie, Andrea

Danke, Chris!

Dass Alan schon in den 70ern die Idee hatte, einen Laptop zu bauen ist eh schön und bewundernswert und alles. Aber hey: der Mann wurde dafür bezahlt, hochfliegende Ideen zu haben. Das war sein Day-Job.

Ach ja. Ich gebe mich geschlagen und zieh sie mir rein, die Dynabook Chronicles. "Kay himself was a compulsive promoter, producing a steady stream of articles and conference abstracts, often illustrated with his own hand drawings of children in bucolic settings playing with their Dynabook, to proclaim the death of the mainframe and the advent of the "personal computer"." Irgendwie ist mir der Mann nicht geheuer.

Bei katatonik gibt es fünf oder sechs Schwänke zur Aufklärung.

Slashdot-Diskussion über Programmieren als "Ingenieurswissenschaft" (NOT!) Zwei essentielle Postings: Ja, aber. Softwares sind nicht Brücken. Es ist nicht möglich, rechnerisch herauszufinden, ob Software hält oder nicht. Bislang jedenfalls.

Der "Cadillac unter den Putern". (Laut Megnut.)

BBC: US shuts down Somalia Internet.

lnk + 17 cmt (funzel, stefanp, hns, slauti, earl, chris, motz)
 Thursday, 22. November 2001 

Jetzt hab ich auch auf dem Mac ein paar Stunden Surfpraxis mit Mozilla 0.9.6 absolviert. Fazit: die erste Mozilla-Version, die IE 5/Mac dezidiert und brutal in den Arsch tritt. Speed (alles ausser Startup) ist ok (was man von IE 5/Mac nicht behaupten kann) und Tabbed Browsing rult. Einer der wenigen Minuspunkte: dass man bei den Plugins mit Ausnahme von Quicktime bei null anfängt.

Richard Stallman, Linus Torvalds und Ken Sakamura erhalten den Takeda Award 2001 für die Sparte "Techno-Entrepreneurial Achievement for Social/Economic Well-Being", der mit ca. 800.000 US$ dotiert ist. Ich halte das für hochverdient. Andere können leider nicht anders als zu zu geifern. Zur Erinnerung für Dave: Stallman war der ursprüngliche Entwickler von gcc, Emacs und einem Haufen anderer Software. Und vor allem ohne gcc, aber auch ohne die GNU Unix tools würde es heute so gut wie nichts von dem geben, was wir Free Software nennen. Ganz bestimmt kein Linux, und ganz bestimmt kein derart erfolgreiches Apache. Klar könnte ein junger Entwickler oder ein am seidenen Faden hängendes Projekt das Geld dringender gebrauchen. Aber der Preis ist eben für Achievements (Stallman macht das seit 1984) und nicht für Hoffnungsvöllegefühl.

Wurscht, es handelt sich um alte News, wie Doc Searls rausgefunden hat.

"Keene Zähne mehr im Maul aber La Paloma pfeiffen" und andere lässige Sprüche.

Wow. Ich glaube das letzte mal, dass ich so so surfsüchtig war, war mit Netscape 0.9.8 oder so, 1994. Witzig aber vielleicht kein Zufall: ähnliche Versionsnummer und gleiche Firma (auch wenn nichts ausser dem Namen gleich geblieben ist).

Interessante Verschwörungstheorie zum Flugzeugabsturz in NYC/Queens.

Custom Keywords in Mozilla.

Still more thinking about Hop. Reading old Bobo mailing lists.

lnk + 8 cmt (chris, hns, slauti, funzel, earl)
 Wednesday, 21. November 2001 

So ein Zufall, habe mich gerade vor zwei Tagen gefragt, ob es Ruby nicht auch in und auf Java gibt. Es gibt. (via LNGR)

Gestern endlich mal Squeak installiert. Ich glaube Squeak ist der Versuch, die Idee auf allen Ebenen siegen zu lassen (Idee vs. Materie, Idee vs. praktische Überlegungen etc). Ein schönes Beispiel ist die Art, wie man in Squeak alle sichtbare Objekte drehen kann. Und zu den sichtbaren Objekten gehören eben auch die Fenster. Keine Ahnung, ob es viele Leute mit schiefem Hals gibt, die das benutzen ;-). Mir ist das zu hegelianisch, ich bin (oder war) Schopenhauerianer.

Das mit Hegel und Schopenhauer und den Programmiersprachen würde ich mir gern noch genauer überlegen (ist natürlich nur schnell hingefetzter Blödsinn). Leider werd ich heute keine Zeit dafür haben. Muss nämlich endlich ein paar Ideen für Helma (und in Folge Antville) rausbringen, die ich seit einem Monat oder so in meinem Kopf ausbrüte.

Wort des Tages: backpedaling. Wenn man von einer Ansicht, die man zuvor grossspurig vertreten hat, abgeht und (grossspurig) das Gegenteil verkündet.

Gestern abend im Westbahnhof-Supermarkt Ulla getroffen, die jetzt in Berlin wohnt und lässige Shareware für die neuen 3D-Features im Director geschrieben hat. Ulla war es, die mich 1995 in die Tiefen und Breiten der Director-Programmierung eingeführt hat. Zwischenzeitlich war ich ganz gut darin, mittlerweile ist aber alles vergessen und verschüttet. An meinem ersten Arbeitstag bei Nofrontiere bin ich an diesem Screen gesessen. Es war in Andrea Steinfls alter Wohnung in der Sechshauserstrasse. Die Welt war neu und voller Wunder.

Ich wünsche, Andrea Steinfl würde endlich Freundschaft mit dem Web schliessen.

Im CD-Player: Spaceship of 13th Flipper von Strawberry. Die härtestrockenden Jungs im japanischen Showbusiness reissen mich immer noch.

Mozilla 0.9.6 ist da und möchte dein Webbrowser sein. Das ist das erste Mozilla, das Konqueror wieder ernsthaft die Stirn bietet. Zwar ist Konqueror speedmässig unschlagbar, Mozilla punktet dafür mit wunderbarem Tabbing-Support. Alles in allem ist Konqueror aber der reifere Browser. Nach mehrstündigem Testen revidiert: 0.9.6 rockt Länge mal Breite!

Gute Laune Tee von Willi Dungl Marketing muss illegale Substanzen beinhalten. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich schon nach einer Tasse dermassen high bin. Ich mach mir gleich noch eine.

lnk + 8 cmt (slauti, hns, funzel, msm)
 Tuesday, 20. November 2001 

Once upon a time there was a dog with an afro... Introducing Afro Ken. Umbedingt runterscrollen zum Stammbaum!!! Wenn Hunde so ausschauen würden, würde man Hundescheisse als kleinere Unannehmlichkeit gern in Kauf nehmen. Das wäre eine sinnvolle und ethisch vertretbare Anwendung von Gentechnologie. Einander unbekannte Menschen würden sich auf der Strasse lachend in die Arme fallen. (Via katatonik auf elephäntville)

Interview mit Lawrence Lessig zu seinem neuen Buch über die reaktionären und hegemonialen Begierden der grossen Netz-Betreiber.

Ich störe nur ungern eine Rauferei, bei der die Teilnehmer schon mit blauen Augen und blutenden Nasen in der Ecke liegen, aber: Programmieren ist gar keine Wissenschaft. Ich bin Programmierer und wüsste es, wenn diese Tätigkeit eine wissenschaftliche wäre. Und bei der Kunst und den Künstlern die ich kenne ist das genauso. Die Frage, ob und wie Geisteswissenschaftler naturwissenschaftliche Begriffe verwenden sollen und dürfen geht deshalb am Problem vorbei, ob Kunststudenten programmieren lernen sollen. Natürlich sollen sie! Angewandtes Rauf- und Runterzählen hat in unserer barock-kontinentalen Kultur (ich lebe in Wien) einen viel zu niedrigen Stellenwert (wahrscheinlich weil es hier nie richtig cool war, Handel zu treiben - ich meine jetzt cool für die Kaufleute selbst). Und die Unbarmherzigkeit der Fehlermeldungen beim Kompilieren hat eine Wirkung, die man jemandem, der diese Erfahrung nicht selbst gemacht hat, kaum mit Worten beschreiben kann: Tief, mystisch, beunruhigend und verdammt ärgerlich. Ich finde das gehört gelernt, Tom!

*Jubel* xml.apache.org könnte demnächst endlich ein praktikables Design mit einer vernünftigen Struktur und ohne die kranke Gif-Rollover-Navigation bekommen. Das könnte bedeuten, dass wir dann endlich das erste Release von Apache XML-RPC rausbringen können. Das versuchen wir zwar schon seit fast zwei Wochen, aber der derzeitige XML-XSL-Mechanismus zum Verwalten der Site hat etwas von einer mittelalterlichen Geheimwissenschaft. Dabei haben wir ein paar erfahrene Jakarta-Leute im Team, die alle Rechte haben und eigentlich wissen wie das geht. In der Zwischenzeit habe ich die wesentlichen Infos und Links auf der alten Site veröffentlicht.

Pimi und Flo, unsere künftigen Büromitinsassen, sollten jetzt irgendwann in Wien eintrudeln. Hier ein Fotoromanzo von der Abschiedsparty in London.

Der Mann der dabei war hat sich per Email gemeldet um zu sagen, dass er nicht aus Brasilien, sondern aus Ungarn ist. Und dass es ihm gut geht. Don't miss the Gallery.

Mit Stars & Stripes lassen sich nicht nur patriotische Gefühle erzeugen. Funky outfit, Grossvater!

lnk + 4 cmt (kris, hns, slauti)
 Monday, 19. November 2001 

2,6° und Glättegefahr, ich häng die Mofette an den Nagel (komische Redewendung für Mofetten) und kauf mir eine Öffi-Wochenkarte. Schwarzfahren ist für Thrillseeker.

Quanta Gold ist ein gutaussehender HTML-Editor für Linux und Windows. Die ursprüngliche KDE-only-Version erfreut sich auf sourceforge bester Gesund- und Beliebtheit. Könnte als Editor für Hop-Apps rocken. Update: Nicht mein Geschmack, ich bleibe bei Kate.

Die Betaversionen von Java 1.4 sind unglaublich schnell (für unsere Zwecke etwa doppelt so schnell wie 1.3.1). Das raubt jede Lust zum selber optimieren. Wie soll man stundenlang rumfitzeln wenn die paar Millisekunden, die man dabei raussschindet so gemein gedwarft werden?

Banksy - Weapons of mass distraction. Genial, der Mann (oder die Frau).

Moorbek hat eine Antwort von Thomas Rottenberg gekriegt. Jetzt ist er sauer auf ganz Österreich, was ich gut verstehen kann. Schön die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Wenn ich das richtig verstehe ist das hier eine Visualisierung des Helma-Codes. Ausserdem hat sich Chris wie man sieht für 10 US$ um die 4000 Text-Ads bei Blogger gekauft. Davon 41 Clickthroughs (1.02%) sind wahrscheinlich mehr, als sich die Bannerfutzies zu träumen wagen. "Let a billion neurons flourish" ist aber auch ein guter Slogan. Mehr interessantes bei Chris und Tobi.

You read it first on henso.com: betty ford ist wieder da.

lnk + 16 cmt (funzel, slauti, hns, stefan, roland, chris, michi, earl)
 Sunday, 18. November 2001 

January 1st 1662: "Waking this morning out of my sleep on a sudden, I did with my elbow hit my wife a great blow over her face and nose, which waked her with pain - at which I was sorry. And to sleep again."

Thomas gestern: Wie er gesehen hat, was ich die letzten zwei Tage hier geschrieben habe, habe er sofort gewusst, dass es mir schlecht geht. So war es auch.

Gestern von 17:00 bis 5:00 zu Fuss in und um Ottakring unterwegs. Auf dem Weg: Bei Tom mein Herz ausgeschüttet, bei Sven ein Abendessen gekriegt und dafür sein lokales Netzwerk konfiguriert, im Stiegenhaus einer vermummten wimmernden Frau begegnet, die mir nicht gesagt hat, ob ich ihr irgendwie helfen kann, bei Verena und Albert das Baby und den magnetischen Schwebekreisel bewundert, Sven und Mkt in einem Schnösellokal getroffen weil sonst nirgends Platz war, im Rhiz gepartiet (?) als ob es 1999 gewesen wäre, zweimal ja gesagt wie Klaus gefragt hat "Soll ich sie auf einen Drink einladen? Soll ich sie auf einen Drink einladen?", mich wunderbar mit dem Mädchen unterhalten, das von Klaus auf einen Drink eingeladen worden war bis sie uns rausgeschmissen haben.

Keine Ahnung wo das Kopfweh herkommt. Zu Fuss gehen ist doch eigentlich gesund.

Samuel Pepys' Tagebuch gibt's auch in Buchformen, zum Beispiel hier in gestraffter Form.

lnk + 6 cmt (mkt, hns, slauti)

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