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Mozilla, baby!

antville.org
 Friday, 14. September 2001 

Spiegel: "Täter brauchten keine Hilfe eines Staates". Das scheint in Amerika niemanden zu interessieren, abgesehen davon, dass so ausschaut als hätten die Täter in den USA oder in Europa gelebt.

Heute vor allem mit Character Encodings und Internationalization herumgeschlagen. Anlass war ein thailändisches Weblog auf Antville, das nicht so recht thailändisch sein wollte. Mittlerweile will es, mit Internet Explorer auf Win2K sogar auf westlich eingestellten Rechnern, zumindest wenn man im Menü "Ansicht" die Codierung auf Thai stellt. Obwohl: keiner der Beteiligten, weder Apache noch Helma noch MySQL, haben eine Ahnung, dass es sich um thailändische Zeichen handelt. Die vermuten hundsnormales Western Encoding (ISO-8859-1) und geben alles weiter wie es ist. Nur der Browser betrachtet es als Thai Encoding (TIS-620), und weil niemand dran rumpfuscht sind alle zufrieden.

Wenn wir ernsthaft multinationale Websites auf einem Server hosten wollten hätten wir ein Problem mit MySQL. Da läuft in Sachen Unicode nämllich nicht viel. In dieser Hinsicht hätte eine Oracle oder eine von diesen kleinen Java-Datenbanken schon Vorteile.

Schockierend auch, dass über HTML-Forms an sich nur ASCII-Zeichen (bzw. Zeichen im jeweils lokal dominierenden single-byte Encoding) übertragen werden können. Keine Spur von Unicode in dieser Ecke des Webs, da bleibt nur Raten, Hoffen oder Warten.

Mehr über Character Encoding. (Viel mehr.)

lnk ~ cmt
 Thursday, 13. September 2001 

Interview mit Osama bin Laden, Mai 1998. Mehr.

BBC News: Q&A: Striking back. "Any US action against targets convincingly linked to the attacks will get widespread international support, moral, political and military. If the evidence is disputed or inconclusive, America will find international opposition to large-scale military attacks. Middle Eastern governments may find it difficult to hold the line with the US if this is the case. China can also be expected to dissent if the US retaliates on the basis of disputed evidence. Even the US's closest allies will hope that the Washington's response is proportionate and focused. There is a widespread nervousness that retaliation might not contain terrorism, but escalate attacks on the US and its allies and inflame the conflict in the Middle East. "

The Guardian: They can't see why they are hated.

Jon Carroll: "We have now officially joined the global village. It doesn't look a lot like those Intel ads, does it?"

Wow. offensichtlich gibt es diese Platte tatsächlich. Der Last-Modified-Header des Bildes in dieser Review lautet "Wed, 15 Aug 2001 21:48:00 GMT". Kann mir gut vorstellen, dass der Designer des Covers ein komisches Gefühl hat. Story.

"Vergeltung" ist die beste Garantie dafür, dass sich der Wahnsinn wiederholt. Der Gegner ist nicht ein Mann, nicht eine Gruppe, nicht ein Regime, sondern eine weltumspannende kulturelle, politische und religiöse Strömung, die die Terroristen und Diktaturen hervorbringt. Es gibt keine miltärische Lösung des Problems, nur eine langfristige kulturelle.

Noam Chomsky, Henry Kissinger, Michael Moore. Alle Links via Doc Searls.

Einerseits wird alles auf die Person Osama bin Laden projeziert, andererseits hört man, es benötige hunderte von Personen, um einen derartigen Anschlag zu planen. Beides zielt darauf ab, dass es da draussen einen Hauptschuldigen geben muss, den man zur Verantwortung ziehen kann. Was, wenn wir uns da etwas vormachen? Wozu genau benötigt man hunderte Leute? Um einen zuverlässigen Weg zu finden, Messer in ein Flugzeug zu schmuggeln? Um ausreichende Flugkenntnisse zu erwerben, ein Flugzeug zu einem Zielort zu bringen? Für die Logistik - Flüge aussuchen und zur rechten Zeit am rechten Ort sein? Das einzige, was die Terroristen benötigten waren Internet, Flugsimulator, Flugstunden und etwa eine Million Dollar, damit genügend Menschen lange genug leben und planen konnten ohne Verdacht zu erwecken. Alles andere geht von der These aus, ein Mensch, der zu einem Selbstmordanschlag bereit ist, könne nicht genug Hirnschmalz für die oben erwähnten Tätigkeiten haben - mit ziemlicher Sicherheit eine westliche Fehleinschätzung. Was wenn der Grossteil der Eingeweihten - und vielleicht ihr Mastermind - beim Anschlag mit verschmort ist?

Ich habe keinen Zweifel daran, dass Osama bin Laden als Führerfigur noch gefährlicher ist denn als Finanzier und dass er neutralisiert werden muss (was für ein schönes Wort). Das Problem wird dadurch aber nur gelindert werden, nicht gelöst.

lnk + 10 cmt (p3k, kris, tf, slauti, hns, isore, goldchen, 1/2tot)
 Wednesday, 12. September 2001 

Salon.com: A new breed of terrorism.

Dieser ältere Salon-Artikel stellt bin Laden als reichen und einflussreichen Extremistenführer dar, nicht aber als das Terror-Mastermind, als das er gemeinhin gehandelt wird. Ähnlich äussert sich Michele Zanini im oben gelinkten Interview: "... yes, he's the guy with the money and it would be a loss, but he's not the big man running everything without whom it'll all fall apart."

USA Today: Terror groups hide behind Web encryption.

Paul Auster: "Jetzt erst hat das 21. Jahrhundert begonnen."

Ein älterer Kommentar von Salman Rushdie: "It is also alarming to think that the real battles of the new century may be fought in secret, between adversaries accountable to few of us, one claiming to act on our behalf, the other hoping to scare us into submission. "

WTC South Tower entrance hall und observation deck. Kann mich an beides gut erinnern.

P3K hat top notch coverage aller möglichen Aspekte der Anschläge.

News.com hat eine Fotostrecke zu den gestrigen Anschlägen.

Kottke.org hat Links zu weiteren Bildern, unter anderem diesem und diesem Amateurfoto. Sekundenbruchteile.

Cam hat bedrückende Fotos von Leuten, die sich aus den zersprungenen Fenstern drängen, springen oder fallen.

Kommentar von mir auf elephantville warum ich die Bilder im Netz wichtig finde.

An zwei Aspekte kaue ich immer noch hart: an der unglaublichen Brutalität und an der teuflischen Genialität der Anschläge.

Ich habe das Gefühl, das Wort "passieren" wird durch das, was da passiert ist so ausgeleiert und strapaziert, dass für den normalen Gebrauch unbrauchbar zu werden droht.

Vor 3 Jahren war ich in New York, flüchtig ein paar Leute kennengelernt. Max Kossatz, der bei The Thing NYC arbeitete und soweit ich weiss mittlerweile wieder in Europa weilt, Sawad Brooks, der damals Assistent Prof am MIT Media Lab war (und mich aufgrund meines Fogs, der seinen Arbeiten verdammt ähnlich war, eingeladen hat, dort zu studieren, aber ich hatte schon mit dem Hop angefangen), Gong Szeto und Steve Cannon und andere von io360, auch Auriea Harvey aka Entropy8, die ich damals sehr bewunderte und deshalb kaum ein Wort rausgebracht habe beim Abendessen. Ich wüsste gern, wie's ihnen geht. Leider hat keiner ein Weblog.

lnk + 1 cmt (goldchen)
 Tuesday, 11. September 2001 

Zwei entführte Passagierflugzeuge crashen ins World Trade Center. Beide Türme brennen, stürzen ein.

Fotoserie vom Boden aus, zirka Höhe Canal Street

Das Pentagon wurde ebenfalls von mindestens einem Flugzeug getroffen und brennt ebenfalls, das Weisse Haus und andere Gebäude in den USA sind evakuiert, Brücken und Tunnel gesperrt, alle Flüge gecancelt.

Dieser Artikel auf CNN gibt ein relativ vollständiges Bild des Geschehenen.

BBC liefert weitere Details.

Mehr Links auf Scripting News.

Bill Seitz: "I can see it from my office window. It's surreal... like a mediocre science fiction movie..."

Cameron Barrett: "There is soot falling out of the sky outside my apartment in Brooklyn. Surreal." Cam hat auch Links zu anderen Berichten bloggender New Yorker.

Girlscamp: Der Beginn eines Krieges zwischen Christenheit und Islam?

lnk + 1 cmt (msm)

http://www.meraninfo.it/wetterstation.html

Ich glaub immer mehr, dass ich vom Wiener Klima traumatisiert bin. Die Temperatur heute - 12°C am helllichten Tag - hatte ich als Kind erst im November. So schade dass Meran ein versnobbtes Kaff ist. Aber wer weiss, wenn man älter wird, wird einem das ja mehr und mehr wurscht.

Heute buch ich die Tickets nach Sizilien für mich und den Junior. 18. bis 28. September.

Tja, wenn man vom Wetter spricht: das neue wetter.orf.at ist online. Design und Grafiken sind wunderschön, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Tabs einen Usability-Test überstehen würden (klein, kleine Schrift, nicht als Tabs erkennbar, visuell zu zurückhaltend im Vergleich mit den Buttons unten rechts). Ein grosses Plus für die Wetterkurven der letzten Tage, aber für die durch die Popup-Fenster beeinträchtigte Linkbarkeit werden wieder Punkte abgezogen.

Was die Tabs angeht: die klickbare Fläche ist zwar grösser als sie scheint, weil sie de facto die (leere) Fläche unter den Tabs miteinschliesst, die als klickbar wahrgenommene Fläche ist aber winzig. Das ist sehr irritierend. Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll, die visuell erkennbare Fläche der Tabs zu vergrössern. Dabei geht es weniger um die Schrift, mehr um die Luft bzw. das "padding" rundherum. Dasselbe gilt in geringerem Masse auch für die Buttons, die zwar einwandfrei als Buttons erkennbar aber halt verdammt klein sind.

Die Symbole für Sonnen- und Mondaufgang und -untergang hab ich erst nach einer halben Stunde durchschaut. Ist fast wie ein Bildrätsel.

Ach ja noch was: der tmp-Parameter in den URLs ist schrecklich. Meine Devise: Don't try to fix other people's bugs.

lnk + 7 cmt (chronistin, p3k, msm, hns, grob)
 Monday, 10. September 2001 

Gegen hölzerne Bewegungen und unleserliche Mimik kann ich den neuen Planet der Affen empfehlen. Die Affengesichter sind sogar ausdrucksstärker als gemeinhin bei unmaskierten Schauspielern der Fall. Gestern nacht im Village gesehen, ein guter Film für kurzfristige Ablenkung.

He da man! Armes Japan. Wie man hört vergräbt sich Premier Koizumi in seiner Residenz und hört Wagner-Opern (Economist) und verfasst Liebesbriefe an alle Japanerinnen, in denen er betont, dass er ungebunden und geschieden ist und sich mit "Forever Love to Firstlady" empfiehlt (ORF.at). Ich denke da kann sich der Scharping noch ein Stückle abschneiden! Ausserdem ist im Economist-Artikel zu meiner Bestürzung zu lesen, dass Finanzsektor-Minister Hakuo Yanagisawa, dessen Frau ich in Tokyo jovial die Hand geschüttelt hab, das grösste Problem der Regierung ist und wohl die längste Zeit Minister gewesen ist.

"I'll bet if the little Logo turtles shot at each other, I would have had more fun programming as a kid."

Erich Raimund: How to ask questions the smart way.

Slauti meint die Wetware ist das was den Unterschied macht. Agreed.

lnk ~ cmt
 Sunday, 9. September 2001 

Kinder machen Erdbeben.

lnk ~ cmt
 Saturday, 8. September 2001 

"Die dadurch ermöglichte weitere Absicherung der liquiden Mittel wird den österreichischen Stamm-Markt weiter stärken."

Diese auf dem Rückzug befindliche und (noch) am Neuen Markt notierte Firma hat mal mit mir eine Tochterfirma gegründet. Das war damals so üblich. Eineinhalb Monate später hab ich genervt auf meine 5 Prozent verzichtet. Wie ich die Firma kennengelernt habe hiess sie noch Datenwerk und hatte so etwas wie Geist. Schade darum. Schade für die Leute.

Hey! Ho! Schöne Seite, und ich bin gelinkt.

Mozilla-Build von vorvorvorgestern mit einem Custom 93er Netscape Skin. Rock'n'Roll!

Zum Vergleich ein heutiger Build aus dem 0.9.4 Branch auf Linux/KDE mit dem Standard Classic-Skin.

lnk + 2 cmt (slauti, kris)

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